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Artikel-Schlagworte: „Krankheiten“

Herzinfarkt – Haare verraten Risiko

Stress ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkte. Erhöhter Stress lässt sich im Körper durch das Stresshormon Cortisol nachweisen. Das Hormon konnte bis jetzt nur über einen kurzen Zeitraum im Blut, Urin oder Speichel nachgewiesen werden. Länger zurückliegende Cortisolwerte waren indes nicht messbar. Erstmals ist es nun Forschern der University of Western Ontario in Kanada gelungen, das Stresshormon Cortisol im Haar über längere Zeit nachzuweisen. Die Forscher fanden heraus, dass das Cortisol, ähnlich wie Kokain, in den Haaren gespeichert wird.

Durch das Wachstum der Haare von durchschnittlich einem Zentimeter pro Monat, ist es den Ärzten nun möglich, in einem drei Zentimeter langem Haar Stresshormone nachzu- weisen, die ein viertel Jahr zuvor im Körper produziert wurden.

Die Forscher hatten in einer klinischen Testreihe drei Zentimeter lange Haarabschnitte von 112 Männern untersucht, von denen die Hälfte  zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatte. Bei den Herzinfarktpatienten konnte über einen Zeitraum von drei Monaten eine deutlich höhere Cortisolmenge im Haar nachgewiesen werden. Andere Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck, hatten weniger Einfluss auf das Herzinfarktrisiko, als der nachgewiesen erhöhte Cortisolwert der Patienten.

Das Potenzial dieser Studie liegt darin, dass Stress und damit dem Herzinfarktrisiko durch eine gezielte Therapie und einer Änderung der Lebensweise entgegengewirkt werden kann.

Gefahr fürs Herz: Wann Ausdauersport nicht mehr gesund ist

Ausdauersport ist gut fürs Herz. Nimmt das Training dagegen ein extremes Ausmaß an, kehrt sich die positive Wirkung oft ins Gegenteil um.

Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der britische Kardiologe John Somauroo (Liverpool) auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stochkholm vorgestellt hat. Seine Untersuchung umfasste 45 erfahrene Laufteilnehmer des Ultra-Marathons “Lakeland Race” zwischen 24 und 62 Jahren ohne bekannte Herzprobleme, von denen 96 Prozent nach Ablauf einer 80-Kilometer-Strecke einen merklichen Anstieg des Markers Troponin I aufwiesen, der auf eine Schädigung des Herzmuskels hindeuten kann. Gleichzeitig beobachteten die Wissenschaftler eine sechsprozentige Abnahme der Herzfunktion. 50 Prozent der Sportler-EKGs zeigten Veränderungen und bei 12 Prozent aller teilnehmenden Spitzenathleten waren Anzeichen einer signifikanten Schädigung des Herzmuskels sichtbar.

Schon vorher war bekannt, dass Extrem-Marathonsportarten im allgemeinen eine negative Auswirkung auf das Sportlerherz haben. So sind unter anderem Ski-Langläufer einem größeren Risiko für Vorhofflimmern ausgesetzt, berichtet Prof. Eckart Fleck vom deutschen Herzzentrum Berlin. Bei regelmäßig untersuchten Spitzenathleten kam diese Herzrhythmus- störung mit 12,8 Prozent sehr viel häufiger als in der Normalbevölkerung vor (0,5 Prozent). Empfehlungen des Herzspezialisten Prof. Eckart Fleck zufolge ist ein Training von dreimal 45 bis maximal 60 Minuten pro Woche ausreichend.

Pollenallergie: Ambrosia schlägt vermehrt um sich

Traubenkraut klingt harmloser als es tatsächlich ist. Ursprünglich aus dem Norden Amerikas eingewandert, fühlt sich die beifußblättrige Pflanze mit dem hochallergenen Potenzial hierzulande derart heimisch, dass Mediziner in Bayern in kurzer Zeit eine rasant wachsende Zahl an sensibilisierten Menschen festgestellt haben. Das Ungewöhnliche daran: Noch vor wenigen Jahren spielte dieses Allergen im Prick-Test kaum eine Rolle.

Knapp die Hälfte (über 40 Prozent) aller Pollengeplagten im Freistaat wurde positiv auf den Abkömmling der Korbblütler getestet, ein Viertel davon klagt schon über allergische Symptome. An der TU München haben Wissenschaftler von 749 Testpersonen, deren chronisch gereizte Schleimhäute auf Heuschnupfen hindeuteten, bei insgesamt 453 Patienten eine vorhandene saisonale allergische Rhinokonjuntivitis bestätigt. In 208 Fällen war auch die hochallergene Ambrosia mit im Spiel.

Da die Blütezeit dieses mitunter weltweit stärksten Allergieauslösers noch bis Ende Okto- ber dauert, ist für Betroffene so schnell mit keiner Erleichterung zu rechnen. Meiden sollte man in dieser Zeit folgende, in Kreuzreaktion auftretende Lebensmittel: Bananen und Melonen (Ambrosia) sowie rohem Sellerie (Beifuß). Zur Behandlung empfehlen Allergolo- gen neben nicht sedierenden Antihistaminika und/oder Kortikoid-Nasensprays in bestimm- ten Fällen auch spezifische Immuntherapien.

Hartnäckige Allergiesymptome von „hinten“ anpacken

Wenn gerötete Augen, Juckreiz und Entzündungen jedoch auch nach Ende der Pollensaison nicht Verschwinden, steckt womöglich eine andere Allergie oder eine Unverträglichkeitsreaktion dahinter. In diesen Fällen leiden Patienten häufig jahrelang umsonst, denn Kortisonpräparate, zu denen schulmedizinische Dermatologen gerne schnell greifen, lindern die Beschwerden nur vorübergehend und nicht selten sitzen die Patienten nach kurzer Zeit erneut im Wartezimmer.

Mehr Zeit, Beratung und Aufklärung über Ursachen sowie Therapiemethoden bekommen Betroffene bei Allgemeinmedizinern mit naturheilkundlichem Hintergrund. Denn Ist der Organismus durch Schadstoffe so überlastet, dass Leber, Niere und Darm mit ihrer Aufgabe überfordert sind, erfolgt die Ausscheidung von Toxinen oder Stoffwechselrück- ständen über Haut und Atemwege. Die Folge sind Juckreiz, Asthma und Ekzeme.

Zu den nebenwirkungsfreie Therapien der Alternativmedizin gehören im Falle von Allergikern die Eigenblutbehandlung als Umstimmungstherapie, die Magen-Darm-Sanie- rung (Symbioselenkung), Entgiftung und Entschlackung sowie immunstärkende Maßnah- men (http://www.heilpraktik.de/allergie/). Einige Naturheilkundler schwören außerdem bei Juckreiz auf die Behandlung mit Arganöl (“Berber Art”).

Da die Behandlung chronischer Krankheiten sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und eine individuelle Betreuung erfordert, arbeiten Alternativmediziner hauptsächlich auf privatärzt- licher Basis. Gesetzlich Versicherte müssen die Behandlung selbst zahlen. Patienten mit privater Krankenversicherung bekommen die Kosten im Rahmen ihrer Heilpraktiker- oder Naturheilverfahren-Tarifklausel von ihrer Gesellschaft erstattet. In manchen Fällen ist bei Verträgen ohne Heilpraktiker-Vereinbarung allerdings eine vorherige schriftliche Zusage seitens der Versicherung notwendig. Ja nach Vertrag kann die Kostenerstattung auf das Ärztehonorar herabgestuft werden, das bei einer schulmedizinischen Behandlung angefallen wäre.

Beeren: Mit rot-gelb-blau gegen Vergesslichkeit

Wer seinem Gehirn vorbeugend etwas gutes tun will, sollte pflücken. US-Forscher präsen-tierten auf dem 240. National Meeting der American Chemical Society Ergebnisse, von denen die Wissenschaftler selbst überrascht gewesen seien.

Wer viele und häufig Beeren konsumiert, fördert damit automatisch die körpereigenen Mikrogliazellen im Gehirn, deren Aufgabe darin besteht, biochemische Abfallprodukte in den Hirnleitungen quasi hinauszufegen. Je älter der Mensch, desto schwächer auch die Zellen, die ihrer Reinigungsfunktion dann nicht mehr ausreichend nachkommen können, sagt Studienleiter Shibu Poulose vom Human Nutrition Research Center on Aging in Boston. Paradoxer- und fatalerweise komme dann noch eine Hyperaktivität der Mikrogliazellen hinzu, die zur Zerstörung der gesunden Gehirnzellen führt.

Rote, blaue oder orangefarbene Beeren haben jedoch einen Wirkstoff in sich, der diesem Ablauf der alternden Mikrogliazellen Einhalt gebieten kann. In Tierversuchen mit Mäusen entdeckten die Forscher die Blockade eines Proteins, das für die In-Gang-Setzung des destruktiven Mechanismus verantwortlich ist. Diese Wirkung wurde durch spezifische Beerenextrakte ausgelöst.

Etwas älter ist die Erkenntnis, dass auch in altersmäßig vorangeschrittenerem Status von einer Beerenwirkung profitiert werden kann. Bei Laborratten beispielsweise bildeten sich nach zweimonatiger Fütterung mit Beeren bereits vorhandene altersbedingte Schwächen wie Lernschwierigkeiten und eine gestörte Nervenkommunikation zurück.

Völlig neu ist dagegen die Erkenntnis, dass Beerenextrakte ganz offensichtlich gezielt die Hirnfunktion beeinflussen und nicht, wie bislang angenommen, durch die entzündungs-hemmende Funktion der Antioxidantien wirken. Früher wurde ein etwas weiter gefasster Zusammenhang vermutet, wonach Antioxidantien auf den Gesamtorganismus einwirken und altersbedingte Krankheitsbilder (Herz-Kreislauf oder Demenz) verzögern kann.

Ob aus dem Tiefkühlregal oder direkt vom Strauch sei dabei unwichtig, betont Poulose. Lediglich Nahrungsergänzungsmittel sind in diesem Zusammenhang völlig ohne gesund-heitliche Wirkung, denn das komplexe Zusammenspiel der Polyphenole in der ganzen Frucht kann kein Labor der Welt nachahmen.

(Quelle: Gesundheitsportal der privaten Krankenversicherungen)

Aromastoffe häufig Ursache für allergische Reaktionen

Vielen Menschen machen von Zeit zu Zeit rätselhafte Hautveränderungen, Rötungen oder Pusteln zu schaffen. Forscher haben nun entdeckt, dass eine Allergie gegen Aromastoffe, die in bestimmten Nahrungsmittel enthalten sind, Ursache hierfür sein könnte. Gewissheit bringt aber nur ein Besuch beim Allergologen, der mithilfe spezieller Tests gezielt nach dieser Art der Allergie suchen kann. Herkömmliche Allergietests decken Untersuchungen nach einer Unverträglichkeit gegenüber Aromastoffen normalerweise nämlich nicht ab.

Konnte nun solch eine Überempfindlichkeit festgestellt werden, ist es für den Betroffenen wichtig verschiedene Gewürze und Speisen zu vermeiden um möglichen Hautausschlägen vorzubeugen. Muskat, Zimt oder auch der in Leberwurst enthaltende Aromastoff Perubal- sam können im Falle einer Allergie Auslöser unangenehmer Reaktionen sein.

Viele der in Lebensmitteln enthaltenen Aromastoffe kommen auch in unterschiedlichen ätheri- schen Ölen, Parfums und Tees vor, so dass sdie Produktauswahl nicht nur im Drogeriemarkt, sondern auch im Teeladen sehr stark eingeschränkt sein kann. Im schlimmsten Fall vertragen Betroffene nur noch nicht-fermentierten grünen Tee als Kräuter-Heißgetränk.

Wir sind uns jedoch häufig nicht bewusst, wie viele Nahrungs- und Genussmitteln auch Aromastoffe in sich bergen, daher ist es für Allergiker umso wichtiger, sich genau über die einzelnen Inhaltsstoffe zu informieren. Nur so lassen sich unliebsame Reaktionen vollständig vermeiden.

Neue Empfehlungen fürs Impfen

Hinsichtlich einiger Impflücken in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen und aufgrund der Tatsache, dass einige Krankheiten, wie beispielsweise Masern, in der Bevölkerung immer häufiger auftreten, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) erweiterte bzw. neue Impfempfehlungen veröffentlicht. Augenmerk legt sie hierbei unter anderem auf die allgemeine Masern-Schutzimpfung, die nunmehr auch Erwachsene in Gestalt der Masern- Mumps-Röteln Impfung erhalten sollen.

Impfen lassen sollten sich laut einem Beitrag auf dem Gesundheitsportal der privaten Krankenversicherungen (gesundheitsportal-privat.de) alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden und keine bzw. nur eine einmalige Impfung gegen diese Krankheit erhalten haben. Wichtig ist dies insbesondere für Personen, die im Gesundheitsdienst oder innerhalb großer Menschengruppen arbeiten.

Die STIKO rät in diesem Jahr zusätzlich allen Schwangeren zur sogenannten Influenza-Impfung (Grippe-Impfung). Da dieser Grippe-Impfstoff in der folgenden Saison unter ande- rem aus dem Schweinegrippe-Virus hergestellt wird, entfallen damit weitere Empfehlung- en, sich nochmal speziell gegen Schweinegrippe impfen zu lassen.

Zusammenhang zwischen Ionenkanal und Bluthochdruck entdeckt

Einer der weit verbreitetsten Volksleiden ist wohl Bluthochdruck, in Fachkreisen auch als Hypertonie bezeichnet. Viele unterschätzen die Krankheit und dies, obwohl sie das Risiko an einem Herz-Kreislaufleiden zu erkranken um einiges erhört. Wird Bluthochdruck diagnostiziert ,bleibt Betroffenen meist nichts anderes übrig, als die Beschwerden mithilfe Medikamente und regelmäßigen Arztbesuchen unter Kontrolle zu halten.

Wissenschaftler konnten nun aber neue Erkenntnisse für das Aufkommen von Bluthochdruck erlangen und hoffen dadurch auf die Entwicklung noch nie da gewesener Therapiemöglichkeiten. Im Mittelpunkt dieser Forschungsergebnisse, die im „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht werden, steht der Ionenkanal TRPM4, der für die Regulierung des Hormons Adrenalin verantwortlich ist und damit auch Einfluss auf den Blutdruck nimmt. In Stresssituationen wird bekanntermaßen viel Adrenalin vom Körper freigesetzt, wodurch das Herz schneller schlägt, die Durchblutung von Muskeln und Organen angekurbelt und letztlich der Druck des Blutkreislaufes erhöht wird. Um diesen Effekt umzukehren müsste man, so vermuten die verantwortlichen Wissenschaftler, TRPM4 mittels bestimmter Medikamente stimulieren und damit eine Art natürlichen Wärter aktivieren, welcher die Ausschüttung des Hormons und damit auch den Blutdruck reguliert. Momentan wird nach solch einer Arznei noch geforscht.

Wissenschaftler vermuten in TRPM4 jedoch nicht nur eine neue Therapiemöglichkeit, sondern auch einen wesentlichen Faktor, der Menschen je nach Funktionsfähigkeit des Ionenkanals mehr oder weniger anfällig für Bluthochdruck machen könnte. Liegt beispielsweise eine Fehlfunktion vor, ist das Erkrankungsrisiko wesentlich höher.

Derzeit laufen noch weitere Untersuchungen, die aufzeigen sollen, inwiefern eine Veränderung des TRPM4-Gens mit der Entstehung von Bluthochdruck zusammenhängt.

Quelle:www.alte-oldenburger.gesundheitsportal-privat.de

Neues Verfahren zur Krebserkennung

Um Prostatakrebs noch gezielter erkennen und analysieren zu können, wird an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg neuerdings ein sogenanntes Prostata-Biopsiesystem verwendet. Dieses besondere Verfahren koppelt erstmalig eine neuartige Ultraschalltechnik mit der Hochfeld- Magnet- Resonanz- Tomographie.

Die Methode erleichtert und präzisiert die Gewebeentnahme nicht nur immens, sie verringert ebenfalls das Risiko potentieller Nebenwirkungen, die durch die Entnahme auftreten können. Da der Arzt die Probe laut dem Bericht des Online-Ärzteblattes nun durch die Haut des Damms und nicht wie herkömmlich über den Enddarm entnimmt, treten nachfolgende Probleme wie Fieber oder Blutungen seltener auf.

Mithilfe dieser neuen Vorgehensweise gelingt es jedoch nicht nur schnell und eindeutig festzustellen, ob und wo sich ein Tumor befindet, sondern es können auch dessen Ausmaß und Eigenschaften exakter bestimmt werden. Dadurch sind die Ärzte ferner in der Lage, speziell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapiemethoden anzuwenden.

Depressionen bald per Blutprobe messbar?

Depressionen Diagnosemethode Gene im Blut

Schwere Depressionen werden vielleicht bald kein subjek- tiver Empfindungszustand mehr sein. Ein Unterschied von sieben Genen im Blut zwischen Gesunden und Kranken könnte das entscheidende Merkmal bei der Diagnostik darstellen, fand ein Forscherteam unter der Leitung von Sabine Spijker an der Universität in Amsterdam heraus.

Beim Vergleich der Genexpression im Blut gesunder und an Depressionen erkrankter Probanden erkannten die Wissenschaftler einen wesentlichen Unterschied. Dabei handelte es sich um sieben Gene, die bei gesunden Menschen nicht vorkamen.

Bislang stellt die Psychiatrie zwar schon einige spezifische Kriterien zur Diagnose von De- pressionen bereit. Die neuen Erkenntnisse seien aber nach Aussagen Spijkers eine ganz neue Ebene, da es sich hier um ein molekulares diagnostisches Werkzeug zur objektiven Beurteilung handelt.

Insbesondere täten sich Patienten normalerweise schwer, ihre Gefühlslage, Stimmungen und momentane Situation „verbal zu äußern“, schreibt das Magazin „Ärzte Blatt“ am 28.07.2010. Im Internet kursieren außerdem umstrittene, aber offizielle medizinische Psychotests. Anhand der gegebenen Antworten sollen depressive Störungen identifiziert werden.

Derzeit werden die Erkenntnisse noch nicht in Form von diagnostischen oder prognos-tischen Tests in der Praxis angewandt. Spijker sieht darin allerdings eine Grundlage für die Entwicklung der Genexpression als diagnostizierende Methode für depressive Menschen.

Gegen die Sattelfestigkeit der Ergebnisse spricht bisweilen noch, dass hier lediglich 21 Patienten mit schweren Depression sowie 21 Kontrollpersonen teilnahmen. Weiterhin lag die Sensitivität des Testes bei lediglich 76,9 Prozent und die Spezifität bei 71,8 Prozent.

Interessierte können die Studie in der Zeitschrift Biological Psychiatry (doi:10.1016/ j.biopsych.2010.03.017) nachlesen.

Zahnfleischbluten nicht ignorieren

Wenn der Biss in den Apfel eine rote Spur hinterlässt, sollte man schnell handeln. Zahnfleischbluten sei immer ein Symptom für eine Krankheit, die genauer untersucht werden sollte, erklärte der der Zahnarzt Peter Bührens aus Schwerin auf dem gesundheits-portal-privat.de.

Häufig sind Gingigivitis oder Paradotitis, die Erkrankung des Zahnhalteapparates wie Zahnwurzeln und -knochen, Ursache für eine tiefergehende Entzündung.

Wer auf Druck empfindlich reagiert und gerötete dunkle Stellen oder Schwellungen aufweist, hat erste  Anzeichen eines gestörten Zahnfleisches. Prophylaktisch könne nur durch sorgfältiger Mundhygiene, insbesondere durch die regelmäßigen Benutzung von Zahnseide, versucht werden, Bakterien in Schach zu halten. Außerdem sollte keine zu harte Zahnbürste verwendet werden und diese im Zweifelsfalle gegen ein weicheres Modell ausgetauscht werden.

Im ersten Anlauf kann eine antibakterielle Chlorhexidin -haltige Mundspüllösung Linderung verschaffen. Handelt es sich um eine schwerwiegendere Entzündung, muss man zahnärztlich behandelt werden. Eine Zahnfleischtaschentiefe von mehr als vier Millimeter aufgrund vorausgeganger Gingivitis oder regelmäßige Parodontoseprobleme können sogar ein Ausschlusskriterien für den Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung darstellen.