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Artikel-Schlagworte: „Gesundheit“

Pollenallergie: Ambrosia schlägt vermehrt um sich

Traubenkraut klingt harmloser als es tatsächlich ist. Ursprünglich aus dem Norden Amerikas eingewandert, fühlt sich die beifußblättrige Pflanze mit dem hochallergenen Potenzial hierzulande derart heimisch, dass Mediziner in Bayern in kurzer Zeit eine rasant wachsende Zahl an sensibilisierten Menschen festgestellt haben. Das Ungewöhnliche daran: Noch vor wenigen Jahren spielte dieses Allergen im Prick-Test kaum eine Rolle.

Knapp die Hälfte (über 40 Prozent) aller Pollengeplagten im Freistaat wurde positiv auf den Abkömmling der Korbblütler getestet, ein Viertel davon klagt schon über allergische Symptome. An der TU München haben Wissenschaftler von 749 Testpersonen, deren chronisch gereizte Schleimhäute auf Heuschnupfen hindeuteten, bei insgesamt 453 Patienten eine vorhandene saisonale allergische Rhinokonjuntivitis bestätigt. In 208 Fällen war auch die hochallergene Ambrosia mit im Spiel.

Da die Blütezeit dieses mitunter weltweit stärksten Allergieauslösers noch bis Ende Okto- ber dauert, ist für Betroffene so schnell mit keiner Erleichterung zu rechnen. Meiden sollte man in dieser Zeit folgende, in Kreuzreaktion auftretende Lebensmittel: Bananen und Melonen (Ambrosia) sowie rohem Sellerie (Beifuß). Zur Behandlung empfehlen Allergolo- gen neben nicht sedierenden Antihistaminika und/oder Kortikoid-Nasensprays in bestimm- ten Fällen auch spezifische Immuntherapien.

Hartnäckige Allergiesymptome von „hinten“ anpacken

Wenn gerötete Augen, Juckreiz und Entzündungen jedoch auch nach Ende der Pollensaison nicht Verschwinden, steckt womöglich eine andere Allergie oder eine Unverträglichkeitsreaktion dahinter. In diesen Fällen leiden Patienten häufig jahrelang umsonst, denn Kortisonpräparate, zu denen schulmedizinische Dermatologen gerne schnell greifen, lindern die Beschwerden nur vorübergehend und nicht selten sitzen die Patienten nach kurzer Zeit erneut im Wartezimmer.

Mehr Zeit, Beratung und Aufklärung über Ursachen sowie Therapiemethoden bekommen Betroffene bei Allgemeinmedizinern mit naturheilkundlichem Hintergrund. Denn Ist der Organismus durch Schadstoffe so überlastet, dass Leber, Niere und Darm mit ihrer Aufgabe überfordert sind, erfolgt die Ausscheidung von Toxinen oder Stoffwechselrück- ständen über Haut und Atemwege. Die Folge sind Juckreiz, Asthma und Ekzeme.

Zu den nebenwirkungsfreie Therapien der Alternativmedizin gehören im Falle von Allergikern die Eigenblutbehandlung als Umstimmungstherapie, die Magen-Darm-Sanie- rung (Symbioselenkung), Entgiftung und Entschlackung sowie immunstärkende Maßnah- men (http://www.heilpraktik.de/allergie/). Einige Naturheilkundler schwören außerdem bei Juckreiz auf die Behandlung mit Arganöl (“Berber Art”).

Da die Behandlung chronischer Krankheiten sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und eine individuelle Betreuung erfordert, arbeiten Alternativmediziner hauptsächlich auf privatärzt- licher Basis. Gesetzlich Versicherte müssen die Behandlung selbst zahlen. Patienten mit privater Krankenversicherung bekommen die Kosten im Rahmen ihrer Heilpraktiker- oder Naturheilverfahren-Tarifklausel von ihrer Gesellschaft erstattet. In manchen Fällen ist bei Verträgen ohne Heilpraktiker-Vereinbarung allerdings eine vorherige schriftliche Zusage seitens der Versicherung notwendig. Ja nach Vertrag kann die Kostenerstattung auf das Ärztehonorar herabgestuft werden, das bei einer schulmedizinischen Behandlung angefallen wäre.

DAK-Modell soll Risiko von Frühgeburten mindern

„Muss ich wegen einem Schnupfen schon zum Arzt?“ Viele Frauen reagieren während der Schwangerschaft sehr viel empfindlicher auf harmlose Krankheiten oder Krankheitssymp- tome ihres Körpers. Die Unsicherheit, durch falsche oder späte Reaktion eine Fehlgeburt zu riskieren, schwingt häufig während der ganzen neun Monate mit. Die DAK will sich nun verstärkt der Betreuung schwangerer Frauen annehmen und hat in diesem Zusammen- hang in Nordrhein-Westfalen ein Vorsorgemodell eingeführt, das sich intensiv mit den Problemen von Risikoschwangerschaften und Frühgeburten auseinandersetzt.

Leistungen über die Mutterschaftsrichtlinien hinaus

Nach unternehmenseigenen Einschätzungen soll dadurch die Fehlgeburtenrate um bis zu zehn Prozent minimiert werden. Schwangere Frauen erhalten neben einer Beratung auch die Gelegenheit, sich hier eingehend über die Risiken von Frühgeburten zu informieren und haben gleichzeitig Anspruch auf diagnostische Zusatzleistungen, die normalerweise nur Selbstzahlern oder in bestimmten Tarifen von privaten Krankenversicherungen zur Verfü- gung stehen.

Neben einer zusätzlichen Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft erhalten Frauen außerdem spezielle Testhandschuhe zur Messung des vaginalen ph-Wertes, wodurch eventuelle Infektionskrankheiten schneller aufgedeckt werden können. Außerdem soll ein oraler Glukosetoleranztest zur Früherkennung einer möglichen Diabetes-Erkran- kung durchgeführt werden.

Bislang konnte die DAK Versorgungsverträge mit dem Berufsverband der Frauenärzte, dem Perinatalzentrum der Universitätsklinik Düsseldorf und dem Verein Integrierte Versorgung NRW schließen. Weitere Vertragspartner stehen noch auf dem Plan.

Nicht selten führen Risikoschwangerschaften auf eine Frühgeburt hinaus. Das Bundesland NRW besitzt diesbezüglich eine besondern hohe Rate: Von insgesamt 150.000 Neugebo- renen erblickten im Jahr 2008 rund 12.000 Babys verfrüht das Licht der Welt – mit steigen- der Tendenz. Außerdem liegt das Risiko lebenslanger gesundheitlicher Spätfolgen bei etwa 60 Prozent aller Frühgeburten. Bremen und Nordrhein-Westfalen weisen mit 0,5 Prozent und 0,43Prozent die bundesweit höchste Säuglingssterblichkeitsrate auf.

Vorsorgemaßnahmen in GKV und PKV

Programme zur Früherkennung von Krankheiten sind kostenfrei für alle gesetzlich Versicherten zugänglich und an bestimmte Altersgrenzen gebunden. In privaten Kranken- versicherungen gelten tarifspezifische Regeln, die sich entweder an den gesetzlich eingeführten Programmen orientieren. Hochwertigere Tarife erstatten außerdem alle Kosten für gezielte Vorsorgeuntersuchungen unabhängig vom erreichten Alter sowie  gesetzlich festgelegten Altersintervallen.

Andere PKV-Tarife bieten einen noch größeren Vorsorgeumfang. Der ambulante Tarifbaustein NK 2 von der Halleschen leistet beispielsweise jenseits der gesetzlich eingeführten Programme und verzichtet auf die gesetzlich festgesetzten Altersgrenzen. Der CP-Optimal 600A+PLUS von der Bayrischen Beamtenkrankenkasse wiederum erstattet die Kosten für sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten außerhalb von gesetzlich eingeführten Programmen bis zu einem Rechnungsbetrag von 300 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren. Und die Universa erstattet ihren Versicherten im VE 900 K über das gesetzliche Maß hinausgehende Vorsorgemaßnahmen bis zu einem Betrag von 500 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren.

Kinderzahncremes – nicht alle für Kinder geeignet?

Kinder schauen auf die Bilder, Eltern auf die Inhaltsstoffe. Im Gegensatz zu früher gibt es heute nicht nur mehr als zwei Dutzend verschiedene Zahnreinigungsprodukte für die Jüngsten. Auch die ersten Putzversuche starten heute bereits ab dem ersten Milchzahn. So groß jedoch die Auswahl in den Drogerieregalen, so unübersichtlich auch die Zusammen- setzung, die manchmal so gar nicht kinderfreundlich ist.

Einst folgten Eltern der Maxime: Putzen erst, wenn die zweiten da sind. Fatal, denn heute weiß man, dass ein früher Verlust der Milchzähne zu qualitativ schlechteren Bedingungen für die Folgezähne führt. Diese brechen entsprechend früher durch und bilden Zahnfehl- stellungen, weil der Kiefer noch im Wachstum ist. Daher gilt: Je mehr Pflege, desto weniger Karies und desto länger auch die Haltbarkeit der Milchzähne.

Je mehr Fluorid, desto besser?

Prinzipiell gilt: Fluor stärkt den Zahnschmelz und macht Zähne widerstandsfähig gegen Zucker, Säuren und Co. Doch sollte man es mit der Zufuhr generell nicht übertreiben, denn ein häufiges Verschlucken von größeren Mengen kann später zu brüchigen Knochen führen. Zahnärzte empfehlen daher, Kinderzahncremes mit einem optimalen Mittelmaß von 500 Milligramm pro Kilogramm an Fluoridkonzenration zu verwenden, eine Dosis, die dann noch durch fluorhaltiges Speisesalz ergänzt werden sollte. Die Kombipräparate Vitamin-D plus Fluorid gegen vorbeugend gegen Rachitis könnten ab dem erste Zahn gegen reines Vitamin D eingetauscht werden, so die Zeitschrift „Ökotest“.

Auch die Wahl der Kinderzahncreme sollte nicht ohne Bedacht erfolgen, denn weil Kinder gern den Schaum hinunterschlucken, ist eine kindgerechte Zusammensetzung umso wichtiger. Die Zeitschrift „Ökotest“ hat 21 Produkte geprüft und große Unterschiede hinsichtlich der Unbedenklichkeit festgestellt. Zehn Marken schnitten dabei sehr gut ab, während Colgate, Odol und Signal signifikante Schwachstellen aufwiesen.

Ganz besonders kritikwürdig und daher auf den hintersten Plätzen waren Zahnpasten mit PEG oder PEG-Derivaten, die unter anderem auch in vielen handelsüblichen Shampoos verwendet werden. Sie dienen der Konsistenz, können aber die Schleimhäute durchlässiger für Fremdstoffe machen (ÖKO-TEST September 2010). Unter anderem enthielt das Kinderprodukt der Traditionsmarke Elmex entsprechend kinderungeeignete Polymere.

Ebenso häufig kam das Tensid mit der Bezeichnung Natriumlaurylsulfat wegen seiner schaumgebenden und antibakteriellen Eigenschaft zur Verwendung, das gleichzeitig aber ein hohes allergieauslösendes und hautreizendes Potenzial besitzt (Oral-B Stages Berry Bubble Zahncreme, der Colgate Smiles 0-6 Jahre und dem Signal-Milchzahn-Gel mit Fluorid).

Rot-weiß, grün oder blau – bunte Farben lieber meiden

Auch Farbstoffe werten Kinderzahncremes ab, weil einige von ihnen in Verdacht stehen, bei häufiger oraler Aufnahme hyperaktives Verhalten und Konzentrationsschwäche zu fördern. Daher erhielten Produkte, insgesamt knapp jedes dritte im Test, mit den Azofarbstoffen Cochenillerot, Azorubin und Gelborange S ein dickes Minus. Insbesondere den roten Azofarbstoff Cl 73360 werteten die Wissenschaftler als äußerst ungünstig, weil er „zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen gehört“, schreibt das Magazin in seiner Ausgabe vom 27. August 2010.

Nicht täuschen lassen sollte man sich beim Einkauf, wenn die Zahncreme lediglich kindgerechte Bildmotive aufweist, ansonsten aber außer einem weniger scharfen Geschmack keinerlei veränderte Zusammensetzungen im Vergleich zur Erwachsenenzahn- creme enthält. Entscheidend sei alleine der Hinweis „Für Milchzähne“ bzw. „500 ppm Fluorid“, denn ein Fluoridwert von 1000 ppm (= mg/kg) dürfe erst ab dem sechsten Lebensjahr verabreicht werden. Wer seinem Nachwuchs dagegen nach nach dem Durchbruch der ersten Beißer noch Fluoridtabletten verabreicht, kann durchaus auf fluoridfreie Zahncremes zurückgreifen.

Grüner Tee: So anregend wie Kaffee

Grüner Tee kann die Wirkung von Kaffee sogar noch überbieten. Wer sich morgens mit her- kömmlichem Bohnengetränk nicht mehr ausreichend in Schwung bringen kann, sollte daher zur unfermentierten Variante der Camellia sinensis-Blätter, kurz: Grüntee, greifen.

Je nach Zubereitung und Sorte variiert der Koffeingehalt des grünen Kräutergetränks. Wer etwa den ultimativen Kick sucht, sollte sich im Handel nach der Gyokoro-Sorte erkundigen. «Grüner Tee kann die Wirkung von Kaffee durchaus überschreiten“, sagt Michael Ristow vom Lehrstuhl für Humanernährung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gegenüber der Online-Plattform gesundheitsportal-privat.de.

Latte und To Go – Wenn „In sein“ wieder „out“ wird

Nicht nur die Stimmung, auch der Organismus profitiert von einem langfristigen Wechsel zum grünen Tee, denn die darin enthaltenen Polyphenole haben eine natürliche entzün-dungshemmende und krebsvorbeugende Schutzfunktion und wirken sich außerdem positiv auf die Funktionsfähigkeit von Gehirn und Diabetes aus.

Auch eine Bemerkung des nordrhein-westfälischen Journalisten und Schriftstellers Jan Weilers gibt Anlass, über die immer absurder werdenden Darreichungsformen des gerös- teten Heißgetränks nachzudenken. Im Sinne seiner Verschnabeltassung-des-Kaffee-konsums-Theorie sagte er einmal: “Es gibt unzählige urbane Menschen, die sich keines- wegs albern fühlen, einen Pappbecher mit Globalisierungs-Saugekaffee herumzuschlep- pen“.

Beeren: Mit rot-gelb-blau gegen Vergesslichkeit

Wer seinem Gehirn vorbeugend etwas gutes tun will, sollte pflücken. US-Forscher präsen-tierten auf dem 240. National Meeting der American Chemical Society Ergebnisse, von denen die Wissenschaftler selbst überrascht gewesen seien.

Wer viele und häufig Beeren konsumiert, fördert damit automatisch die körpereigenen Mikrogliazellen im Gehirn, deren Aufgabe darin besteht, biochemische Abfallprodukte in den Hirnleitungen quasi hinauszufegen. Je älter der Mensch, desto schwächer auch die Zellen, die ihrer Reinigungsfunktion dann nicht mehr ausreichend nachkommen können, sagt Studienleiter Shibu Poulose vom Human Nutrition Research Center on Aging in Boston. Paradoxer- und fatalerweise komme dann noch eine Hyperaktivität der Mikrogliazellen hinzu, die zur Zerstörung der gesunden Gehirnzellen führt.

Rote, blaue oder orangefarbene Beeren haben jedoch einen Wirkstoff in sich, der diesem Ablauf der alternden Mikrogliazellen Einhalt gebieten kann. In Tierversuchen mit Mäusen entdeckten die Forscher die Blockade eines Proteins, das für die In-Gang-Setzung des destruktiven Mechanismus verantwortlich ist. Diese Wirkung wurde durch spezifische Beerenextrakte ausgelöst.

Etwas älter ist die Erkenntnis, dass auch in altersmäßig vorangeschrittenerem Status von einer Beerenwirkung profitiert werden kann. Bei Laborratten beispielsweise bildeten sich nach zweimonatiger Fütterung mit Beeren bereits vorhandene altersbedingte Schwächen wie Lernschwierigkeiten und eine gestörte Nervenkommunikation zurück.

Völlig neu ist dagegen die Erkenntnis, dass Beerenextrakte ganz offensichtlich gezielt die Hirnfunktion beeinflussen und nicht, wie bislang angenommen, durch die entzündungs-hemmende Funktion der Antioxidantien wirken. Früher wurde ein etwas weiter gefasster Zusammenhang vermutet, wonach Antioxidantien auf den Gesamtorganismus einwirken und altersbedingte Krankheitsbilder (Herz-Kreislauf oder Demenz) verzögern kann.

Ob aus dem Tiefkühlregal oder direkt vom Strauch sei dabei unwichtig, betont Poulose. Lediglich Nahrungsergänzungsmittel sind in diesem Zusammenhang völlig ohne gesund-heitliche Wirkung, denn das komplexe Zusammenspiel der Polyphenole in der ganzen Frucht kann kein Labor der Welt nachahmen.

(Quelle: Gesundheitsportal der privaten Krankenversicherungen)

Aromastoffe häufig Ursache für allergische Reaktionen

Vielen Menschen machen von Zeit zu Zeit rätselhafte Hautveränderungen, Rötungen oder Pusteln zu schaffen. Forscher haben nun entdeckt, dass eine Allergie gegen Aromastoffe, die in bestimmten Nahrungsmittel enthalten sind, Ursache hierfür sein könnte. Gewissheit bringt aber nur ein Besuch beim Allergologen, der mithilfe spezieller Tests gezielt nach dieser Art der Allergie suchen kann. Herkömmliche Allergietests decken Untersuchungen nach einer Unverträglichkeit gegenüber Aromastoffen normalerweise nämlich nicht ab.

Konnte nun solch eine Überempfindlichkeit festgestellt werden, ist es für den Betroffenen wichtig verschiedene Gewürze und Speisen zu vermeiden um möglichen Hautausschlägen vorzubeugen. Muskat, Zimt oder auch der in Leberwurst enthaltende Aromastoff Perubal- sam können im Falle einer Allergie Auslöser unangenehmer Reaktionen sein.

Viele der in Lebensmitteln enthaltenen Aromastoffe kommen auch in unterschiedlichen ätheri- schen Ölen, Parfums und Tees vor, so dass sdie Produktauswahl nicht nur im Drogeriemarkt, sondern auch im Teeladen sehr stark eingeschränkt sein kann. Im schlimmsten Fall vertragen Betroffene nur noch nicht-fermentierten grünen Tee als Kräuter-Heißgetränk.

Wir sind uns jedoch häufig nicht bewusst, wie viele Nahrungs- und Genussmitteln auch Aromastoffe in sich bergen, daher ist es für Allergiker umso wichtiger, sich genau über die einzelnen Inhaltsstoffe zu informieren. Nur so lassen sich unliebsame Reaktionen vollständig vermeiden.

Neue Empfehlungen fürs Impfen

Hinsichtlich einiger Impflücken in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen und aufgrund der Tatsache, dass einige Krankheiten, wie beispielsweise Masern, in der Bevölkerung immer häufiger auftreten, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) erweiterte bzw. neue Impfempfehlungen veröffentlicht. Augenmerk legt sie hierbei unter anderem auf die allgemeine Masern-Schutzimpfung, die nunmehr auch Erwachsene in Gestalt der Masern- Mumps-Röteln Impfung erhalten sollen.

Impfen lassen sollten sich laut einem Beitrag auf dem Gesundheitsportal der privaten Krankenversicherungen (gesundheitsportal-privat.de) alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden und keine bzw. nur eine einmalige Impfung gegen diese Krankheit erhalten haben. Wichtig ist dies insbesondere für Personen, die im Gesundheitsdienst oder innerhalb großer Menschengruppen arbeiten.

Die STIKO rät in diesem Jahr zusätzlich allen Schwangeren zur sogenannten Influenza-Impfung (Grippe-Impfung). Da dieser Grippe-Impfstoff in der folgenden Saison unter ande- rem aus dem Schweinegrippe-Virus hergestellt wird, entfallen damit weitere Empfehlung- en, sich nochmal speziell gegen Schweinegrippe impfen zu lassen.

Zusammenhang zwischen Ionenkanal und Bluthochdruck entdeckt

Einer der weit verbreitetsten Volksleiden ist wohl Bluthochdruck, in Fachkreisen auch als Hypertonie bezeichnet. Viele unterschätzen die Krankheit und dies, obwohl sie das Risiko an einem Herz-Kreislaufleiden zu erkranken um einiges erhört. Wird Bluthochdruck diagnostiziert ,bleibt Betroffenen meist nichts anderes übrig, als die Beschwerden mithilfe Medikamente und regelmäßigen Arztbesuchen unter Kontrolle zu halten.

Wissenschaftler konnten nun aber neue Erkenntnisse für das Aufkommen von Bluthochdruck erlangen und hoffen dadurch auf die Entwicklung noch nie da gewesener Therapiemöglichkeiten. Im Mittelpunkt dieser Forschungsergebnisse, die im „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht werden, steht der Ionenkanal TRPM4, der für die Regulierung des Hormons Adrenalin verantwortlich ist und damit auch Einfluss auf den Blutdruck nimmt. In Stresssituationen wird bekanntermaßen viel Adrenalin vom Körper freigesetzt, wodurch das Herz schneller schlägt, die Durchblutung von Muskeln und Organen angekurbelt und letztlich der Druck des Blutkreislaufes erhöht wird. Um diesen Effekt umzukehren müsste man, so vermuten die verantwortlichen Wissenschaftler, TRPM4 mittels bestimmter Medikamente stimulieren und damit eine Art natürlichen Wärter aktivieren, welcher die Ausschüttung des Hormons und damit auch den Blutdruck reguliert. Momentan wird nach solch einer Arznei noch geforscht.

Wissenschaftler vermuten in TRPM4 jedoch nicht nur eine neue Therapiemöglichkeit, sondern auch einen wesentlichen Faktor, der Menschen je nach Funktionsfähigkeit des Ionenkanals mehr oder weniger anfällig für Bluthochdruck machen könnte. Liegt beispielsweise eine Fehlfunktion vor, ist das Erkrankungsrisiko wesentlich höher.

Derzeit laufen noch weitere Untersuchungen, die aufzeigen sollen, inwiefern eine Veränderung des TRPM4-Gens mit der Entstehung von Bluthochdruck zusammenhängt.

Quelle:www.alte-oldenburger.gesundheitsportal-privat.de

Neues Verfahren zur Krebserkennung

Um Prostatakrebs noch gezielter erkennen und analysieren zu können, wird an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg neuerdings ein sogenanntes Prostata-Biopsiesystem verwendet. Dieses besondere Verfahren koppelt erstmalig eine neuartige Ultraschalltechnik mit der Hochfeld- Magnet- Resonanz- Tomographie.

Die Methode erleichtert und präzisiert die Gewebeentnahme nicht nur immens, sie verringert ebenfalls das Risiko potentieller Nebenwirkungen, die durch die Entnahme auftreten können. Da der Arzt die Probe laut dem Bericht des Online-Ärzteblattes nun durch die Haut des Damms und nicht wie herkömmlich über den Enddarm entnimmt, treten nachfolgende Probleme wie Fieber oder Blutungen seltener auf.

Mithilfe dieser neuen Vorgehensweise gelingt es jedoch nicht nur schnell und eindeutig festzustellen, ob und wo sich ein Tumor befindet, sondern es können auch dessen Ausmaß und Eigenschaften exakter bestimmt werden. Dadurch sind die Ärzte ferner in der Lage, speziell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapiemethoden anzuwenden.

Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsdefizit und Ernährungsweise

Nahrung kann Ursache für auffälliges Verhalten bei Kindern  sein. Dieses Ergebnis brachte eine Ende der 90er Jahre gestartete Studie zu Tage., die eine Gruppe von über 2600 Kindern vom Zeitpunkt kurz vor ihrer Geburt bis hin zu deren 14. Lebensjahr begleitet. Daran angrenzend erfragte und wertete die Ernährungswissenschaftlerin Wendy Oddy vom „Telethon Institute for Child Health Research“ in Perth die unterschiedlichen Essgewohn-heiten der Sprösslinge aus.

Diese im „Journal of Attention Disorders“ anschließend veröffentlichte, sogenannte „Raine Study“ konnte einen Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und einem auftre- tenden Aufmerksamkeitsdefizit, bzw. einer Hyperaktivitätsstörung, auch ADHS abgekürzt, nachweisen.

Bei Kindern mit einem Hang zu Süßwaren, fettigen Lebensmitteln und Fertigprodukten besteht demnach ein doppelte so hohes Risiko an derartigen Störungen zu erkranken. Laut Berichterstattung der Onlineausgabe des Deutschen Ärzteblattes vermutet die Wissen- schaftlerin den Grund dafür in einer Unterversorgung von Omega-3-Fettsäuren und anderen, für die Gehirnentwicklung wichtigen Nährstoffen. Die durch eine solch unausge-glichene Ernährung hervorgerufenen Faktoren, sowie viele der in Fertigprodukten ent- haltenen Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker können die Krankheit in jedem Falle begünstigen, so die Meinung der Forscherin.

Es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass die Störung selbst, für welche ein unge- stümes und temperamentvolles Verhalten bekanntermaßen kennzeichnend ist, wiederum Ursache für die Vorliebe solcher Nahrungsmittel ist.