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Gefahr fürs Herz: Wann Ausdauersport nicht mehr gesund ist
Ausdauersport ist gut fürs Herz. Nimmt das Training dagegen ein extremes Ausmaß an, kehrt sich die positive Wirkung oft ins Gegenteil um.
Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der britische Kardiologe John Somauroo (Liverpool) auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stochkholm vorgestellt hat. Seine Untersuchung umfasste 45 erfahrene Laufteilnehmer des Ultra-Marathons “Lakeland Race” zwischen 24 und 62 Jahren ohne bekannte Herzprobleme, von denen 96 Prozent nach Ablauf einer 80-Kilometer-Strecke einen merklichen Anstieg des Markers Troponin I aufwiesen, der auf eine Schädigung des Herzmuskels hindeuten kann. Gleichzeitig beobachteten die Wissenschaftler eine sechsprozentige Abnahme der Herzfunktion. 50 Prozent der Sportler-EKGs zeigten Veränderungen und bei 12 Prozent aller teilnehmenden Spitzenathleten waren Anzeichen einer signifikanten Schädigung des Herzmuskels sichtbar.
Schon vorher war bekannt, dass Extrem-Marathonsportarten im allgemeinen eine negative Auswirkung auf das Sportlerherz haben. So sind unter anderem Ski-Langläufer einem größeren Risiko für Vorhofflimmern ausgesetzt, berichtet Prof. Eckart Fleck vom deutschen Herzzentrum Berlin. Bei regelmäßig untersuchten Spitzenathleten kam diese Herzrhythmus- störung mit 12,8 Prozent sehr viel häufiger als in der Normalbevölkerung vor (0,5 Prozent). Empfehlungen des Herzspezialisten Prof. Eckart Fleck zufolge ist ein Training von dreimal 45 bis maximal 60 Minuten pro Woche ausreichend.
Kinderzahncremes – nicht alle für Kinder geeignet?
Kinder schauen auf die Bilder, Eltern auf die Inhaltsstoffe. Im Gegensatz zu früher gibt es heute nicht nur mehr als zwei Dutzend verschiedene Zahnreinigungsprodukte für die Jüngsten. Auch die ersten Putzversuche starten heute bereits ab dem ersten Milchzahn. So groß jedoch die Auswahl in den Drogerieregalen, so unübersichtlich auch die Zusammen- setzung, die manchmal so gar nicht kinderfreundlich ist.
Einst folgten Eltern der Maxime: Putzen erst, wenn die zweiten da sind. Fatal, denn heute weiß man, dass ein früher Verlust der Milchzähne zu qualitativ schlechteren Bedingungen für die Folgezähne führt. Diese brechen entsprechend früher durch und bilden Zahnfehl- stellungen, weil der Kiefer noch im Wachstum ist. Daher gilt: Je mehr Pflege, desto weniger Karies und desto länger auch die Haltbarkeit der Milchzähne.
Je mehr Fluorid, desto besser?
Prinzipiell gilt: Fluor stärkt den Zahnschmelz und macht Zähne widerstandsfähig gegen Zucker, Säuren und Co. Doch sollte man es mit der Zufuhr generell nicht übertreiben, denn ein häufiges Verschlucken von größeren Mengen kann später zu brüchigen Knochen führen. Zahnärzte empfehlen daher, Kinderzahncremes mit einem optimalen Mittelmaß von 500 Milligramm pro Kilogramm an Fluoridkonzenration zu verwenden, eine Dosis, die dann noch durch fluorhaltiges Speisesalz ergänzt werden sollte. Die Kombipräparate Vitamin-D plus Fluorid gegen vorbeugend gegen Rachitis könnten ab dem erste Zahn gegen reines Vitamin D eingetauscht werden, so die Zeitschrift „Ökotest“.
Auch die Wahl der Kinderzahncreme sollte nicht ohne Bedacht erfolgen, denn weil Kinder gern den Schaum hinunterschlucken, ist eine kindgerechte Zusammensetzung umso wichtiger. Die Zeitschrift „Ökotest“ hat 21 Produkte geprüft und große Unterschiede hinsichtlich der Unbedenklichkeit festgestellt. Zehn Marken schnitten dabei sehr gut ab, während Colgate, Odol und Signal signifikante Schwachstellen aufwiesen.
Ganz besonders kritikwürdig und daher auf den hintersten Plätzen waren Zahnpasten mit PEG oder PEG-Derivaten, die unter anderem auch in vielen handelsüblichen Shampoos verwendet werden. Sie dienen der Konsistenz, können aber die Schleimhäute durchlässiger für Fremdstoffe machen (ÖKO-TEST September 2010). Unter anderem enthielt das Kinderprodukt der Traditionsmarke Elmex entsprechend kinderungeeignete Polymere.
Ebenso häufig kam das Tensid mit der Bezeichnung Natriumlaurylsulfat wegen seiner schaumgebenden und antibakteriellen Eigenschaft zur Verwendung, das gleichzeitig aber ein hohes allergieauslösendes und hautreizendes Potenzial besitzt (Oral-B Stages Berry Bubble Zahncreme, der Colgate Smiles 0-6 Jahre und dem Signal-Milchzahn-Gel mit Fluorid).
Rot-weiß, grün oder blau – bunte Farben lieber meiden
Auch Farbstoffe werten Kinderzahncremes ab, weil einige von ihnen in Verdacht stehen, bei häufiger oraler Aufnahme hyperaktives Verhalten und Konzentrationsschwäche zu fördern. Daher erhielten Produkte, insgesamt knapp jedes dritte im Test, mit den Azofarbstoffen Cochenillerot, Azorubin und Gelborange S ein dickes Minus. Insbesondere den roten Azofarbstoff Cl 73360 werteten die Wissenschaftler als äußerst ungünstig, weil er „zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen gehört“, schreibt das Magazin in seiner Ausgabe vom 27. August 2010.
Nicht täuschen lassen sollte man sich beim Einkauf, wenn die Zahncreme lediglich kindgerechte Bildmotive aufweist, ansonsten aber außer einem weniger scharfen Geschmack keinerlei veränderte Zusammensetzungen im Vergleich zur Erwachsenenzahn- creme enthält. Entscheidend sei alleine der Hinweis „Für Milchzähne“ bzw. „500 ppm Fluorid“, denn ein Fluoridwert von 1000 ppm (= mg/kg) dürfe erst ab dem sechsten Lebensjahr verabreicht werden. Wer seinem Nachwuchs dagegen nach nach dem Durchbruch der ersten Beißer noch Fluoridtabletten verabreicht, kann durchaus auf fluoridfreie Zahncremes zurückgreifen.
Beeren: Mit rot-gelb-blau gegen Vergesslichkeit
Wer seinem Gehirn vorbeugend etwas gutes tun will, sollte pflücken. US-Forscher präsen-tierten auf dem 240. National Meeting der American Chemical Society Ergebnisse, von denen die Wissenschaftler selbst überrascht gewesen seien.
Wer viele und häufig Beeren konsumiert, fördert damit automatisch die körpereigenen Mikrogliazellen im Gehirn, deren Aufgabe darin besteht, biochemische Abfallprodukte in den Hirnleitungen quasi hinauszufegen. Je älter der Mensch, desto schwächer auch die Zellen, die ihrer Reinigungsfunktion dann nicht mehr ausreichend nachkommen können, sagt Studienleiter Shibu Poulose vom Human Nutrition Research Center on Aging in Boston. Paradoxer- und fatalerweise komme dann noch eine Hyperaktivität der Mikrogliazellen hinzu, die zur Zerstörung der gesunden Gehirnzellen führt.
Rote, blaue oder orangefarbene Beeren haben jedoch einen Wirkstoff in sich, der diesem Ablauf der alternden Mikrogliazellen Einhalt gebieten kann. In Tierversuchen mit Mäusen entdeckten die Forscher die Blockade eines Proteins, das für die In-Gang-Setzung des destruktiven Mechanismus verantwortlich ist. Diese Wirkung wurde durch spezifische Beerenextrakte ausgelöst.
Etwas älter ist die Erkenntnis, dass auch in altersmäßig vorangeschrittenerem Status von einer Beerenwirkung profitiert werden kann. Bei Laborratten beispielsweise bildeten sich nach zweimonatiger Fütterung mit Beeren bereits vorhandene altersbedingte Schwächen wie Lernschwierigkeiten und eine gestörte Nervenkommunikation zurück.
Völlig neu ist dagegen die Erkenntnis, dass Beerenextrakte ganz offensichtlich gezielt die Hirnfunktion beeinflussen und nicht, wie bislang angenommen, durch die entzündungs-hemmende Funktion der Antioxidantien wirken. Früher wurde ein etwas weiter gefasster Zusammenhang vermutet, wonach Antioxidantien auf den Gesamtorganismus einwirken und altersbedingte Krankheitsbilder (Herz-Kreislauf oder Demenz) verzögern kann.
Ob aus dem Tiefkühlregal oder direkt vom Strauch sei dabei unwichtig, betont Poulose. Lediglich Nahrungsergänzungsmittel sind in diesem Zusammenhang völlig ohne gesund-heitliche Wirkung, denn das komplexe Zusammenspiel der Polyphenole in der ganzen Frucht kann kein Labor der Welt nachahmen.
(Quelle: Gesundheitsportal der privaten Krankenversicherungen)
Zusammenhang zwischen Ionenkanal und Bluthochdruck entdeckt
Einer der weit verbreitetsten Volksleiden ist wohl Bluthochdruck, in Fachkreisen auch als Hypertonie bezeichnet. Viele unterschätzen die Krankheit und dies, obwohl sie das Risiko an einem Herz-Kreislaufleiden zu erkranken um einiges erhört. Wird Bluthochdruck diagnostiziert ,bleibt Betroffenen meist nichts anderes übrig, als die Beschwerden mithilfe Medikamente und regelmäßigen Arztbesuchen unter Kontrolle zu halten.
Wissenschaftler konnten nun aber neue Erkenntnisse für das Aufkommen von Bluthochdruck erlangen und hoffen dadurch auf die Entwicklung noch nie da gewesener Therapiemöglichkeiten. Im Mittelpunkt dieser Forschungsergebnisse, die im „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht werden, steht der Ionenkanal TRPM4, der für die Regulierung des Hormons Adrenalin verantwortlich ist und damit auch Einfluss auf den Blutdruck nimmt. In Stresssituationen wird bekanntermaßen viel Adrenalin vom Körper freigesetzt, wodurch das Herz schneller schlägt, die Durchblutung von Muskeln und Organen angekurbelt und letztlich der Druck des Blutkreislaufes erhöht wird. Um diesen Effekt umzukehren müsste man, so vermuten die verantwortlichen Wissenschaftler, TRPM4 mittels bestimmter Medikamente stimulieren und damit eine Art natürlichen Wärter aktivieren, welcher die Ausschüttung des Hormons und damit auch den Blutdruck reguliert. Momentan wird nach solch einer Arznei noch geforscht.
Wissenschaftler vermuten in TRPM4 jedoch nicht nur eine neue Therapiemöglichkeit, sondern auch einen wesentlichen Faktor, der Menschen je nach Funktionsfähigkeit des Ionenkanals mehr oder weniger anfällig für Bluthochdruck machen könnte. Liegt beispielsweise eine Fehlfunktion vor, ist das Erkrankungsrisiko wesentlich höher.
Derzeit laufen noch weitere Untersuchungen, die aufzeigen sollen, inwiefern eine Veränderung des TRPM4-Gens mit der Entstehung von Bluthochdruck zusammenhängt.
Quelle:www.alte-oldenburger.gesundheitsportal-privat.de
Neues Verfahren zur Krebserkennung
Um Prostatakrebs noch gezielter erkennen und analysieren zu können, wird an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg neuerdings ein sogenanntes Prostata-Biopsiesystem verwendet. Dieses besondere Verfahren koppelt erstmalig eine neuartige Ultraschalltechnik mit der Hochfeld- Magnet- Resonanz- Tomographie.
Die Methode erleichtert und präzisiert die Gewebeentnahme nicht nur immens, sie verringert ebenfalls das Risiko potentieller Nebenwirkungen, die durch die Entnahme auftreten können. Da der Arzt die Probe laut dem Bericht des Online-Ärzteblattes nun durch die Haut des Damms und nicht wie herkömmlich über den Enddarm entnimmt, treten nachfolgende Probleme wie Fieber oder Blutungen seltener auf.
Mithilfe dieser neuen Vorgehensweise gelingt es jedoch nicht nur schnell und eindeutig festzustellen, ob und wo sich ein Tumor befindet, sondern es können auch dessen Ausmaß und Eigenschaften exakter bestimmt werden. Dadurch sind die Ärzte ferner in der Lage, speziell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapiemethoden anzuwenden.
Wachstumsfaktor lässt Körperteile nachwachsen
Bei Kaninchen können Gelenke nach wachsen. Forscher haben einen Reparatur-mechanismus im Körper der Tiere entdeckt, der das Nachwachsen entfernter Körperteile ohne Stammzellen ermöglicht.
Die Wissenschaftler unter der Leitung von Jeremy Mao (Columbia University in New York) entfernten zuerst das Gelenk aus der Vorderpfote eines Nagers, versahen ein künstliches, vom Körper abbaubares Grundgerüst mit einem Wachstumsfaktor und implantierten es anschließend an die leere Stelle. Der Faktor löste einen Homing-Effekt aus, der Stamm-zellen aus dem umliegenden ins Zielgewebe zieht – mit dem Ergebnis, dass sich Knorpel und Knochen bereits binnen weniger Wochen entsprechend der Gerüstform entwickelt haben. Auch die normale Bewegung und Beweglichkeit der Tiere war nach Abheilung wieder vollständig hergestellt.
Interessierten steht der Artikel im Fachmagazin «The Lancet» (Onlinevorabveröffentlichung, doi: 10.1016/S0140-6736(10)60668-X) zur Verfügung.
Depressionen bald per Blutprobe messbar?

Schwere Depressionen werden vielleicht bald kein subjek- tiver Empfindungszustand mehr sein. Ein Unterschied von sieben Genen im Blut zwischen Gesunden und Kranken könnte das entscheidende Merkmal bei der Diagnostik darstellen, fand ein Forscherteam unter der Leitung von Sabine Spijker an der Universität in Amsterdam heraus.
Beim Vergleich der Genexpression im Blut gesunder und an Depressionen erkrankter Probanden erkannten die Wissenschaftler einen wesentlichen Unterschied. Dabei handelte es sich um sieben Gene, die bei gesunden Menschen nicht vorkamen.
Bislang stellt die Psychiatrie zwar schon einige spezifische Kriterien zur Diagnose von De- pressionen bereit. Die neuen Erkenntnisse seien aber nach Aussagen Spijkers eine ganz neue Ebene, da es sich hier um ein molekulares diagnostisches Werkzeug zur objektiven Beurteilung handelt.
Insbesondere täten sich Patienten normalerweise schwer, ihre Gefühlslage, Stimmungen und momentane Situation „verbal zu äußern“, schreibt das Magazin „Ärzte Blatt“ am 28.07.2010. Im Internet kursieren außerdem umstrittene, aber offizielle medizinische Psychotests. Anhand der gegebenen Antworten sollen depressive Störungen identifiziert werden.
Derzeit werden die Erkenntnisse noch nicht in Form von diagnostischen oder prognos-tischen Tests in der Praxis angewandt. Spijker sieht darin allerdings eine Grundlage für die Entwicklung der Genexpression als diagnostizierende Methode für depressive Menschen.
Gegen die Sattelfestigkeit der Ergebnisse spricht bisweilen noch, dass hier lediglich 21 Patienten mit schweren Depression sowie 21 Kontrollpersonen teilnahmen. Weiterhin lag die Sensitivität des Testes bei lediglich 76,9 Prozent und die Spezifität bei 71,8 Prozent.
Interessierte können die Studie in der Zeitschrift Biological Psychiatry (doi:10.1016/ j.biopsych.2010.03.017) nachlesen.
Mit scharf gegen Fett – Chilischoten machen schlank
Kleine Schote mit großer Wirkung – sie brennt nicht nur beim Essen, sondern sorgt währenddessen gleichzeitig für eine erhöhte Fettverbrennung, fanden koreanische Forscher anhand von Laborexperimenten mit Ratten heraus. Die Ergebnisse der Studie wurden im “Journal of Proteome Research” (DOI: 10.1021/pr901175w) veröffentlicht.
Der koreanische Wissenschaftler Jeong In Joo verabreichte an der Daegu University drei Gruppen von jungen Laborratten jeweils unterschiedliche Mahlzeiten über längere Zeit. Die erste Gruppe erhielt fettreiches Futter mit dem Chili-eigenen Schlankmacher-Inhaltsstoff Capsaicin, die zweite Gruppe ebenfalls fetthaltige Nahrung ohne Capsaicin und die dritte Gruppe wurde mit ausgewogener Kost gefüttert.
Nach Ablauf der Beobachtungsfrist stellten die Forscher ein um acht Prozent verringertes Gewicht bei der Capsaicin-Gruppe im Vergleich zur normalen Fettkost-Gruppe fest. Insbesondere beim weißen Fettgewebe wiesen die Nager mit dem Chilistoff einen stark verringerten Anteil im Vergleich zu ihren Fettkost-Artgenossen auf. Dieser Aspekt ist umso interessanter, da das Gewebe zahlreiche Botenstoffe produziert, die negativ auf den Stoffwechsel einwirken und in großen Mengen auch Krankheiten wie Diabetes auslösen können.
Weitere wichtige Unterschiede zwischen den Nahrungsgruppen fanden die Forscher in der Größe der Fetttröpfchen, die sich in den Fettzellen einlagern. Die Capsaicin-Ratten wiesen sehr viel kleinere Tröpfchen als die Ratten mit Dickmacher-Futter auf. Zusätzlicher positiver Effekt: Im Fettgewebe fand eine Veränderung der Anteile verschiedener Schlüsselproteine statt, so dass dadurch die Fettverbrennung angeregt wurde.
Mit scharf gegen Fett – Chilischoten machen schlank
Kleine Schote mit großer Wirkung – sie brennt nicht nur beim Essen, sondern sorgt währenddessen gleichzeitig für eine erhöhte Fettverbrennung, fanden koreanische Forscher anhand von Laborexperimenten mit Ratten heraus. Die Ergebnisse der Studie wurden im “Journal of Proteome Research” (DOI: 10.1021/pr901175w) veröffentlicht.
Der koreanische Wissenschaftler Jeong In Joo verabreichte an der Daegu University drei Gruppen von jungen Laborratten jeweils unterschiedliche Mahlzeiten über längere Zeit. Die erste Gruppe erhielt fettreiches Futter mit dem Chili-eigenen Schlankmacher-Inhaltsstoff Capsaicin, die zweite Gruppe ebenfalls fetthaltige Nahrung ohne Capsaicin und die dritte Gruppe wurde mit ausgewogener Kost gefüttert.
Nach Ablauf der Beobachtungsfrist stellten die Forscher ein um acht Prozent verringertes Gewicht bei der Capsaicin-Gruppe im Vergleich zur normalen Fettkost-Gruppe fest. Insbesondere beim weißen Fettgewebe wiesen die Nager mit dem Chilistoff einen stark verringerten Anteil im Vergleich zu ihren Fettkost-Artgenossen auf. Dieser Aspekt ist umso interessanter, da das Gewebe zahlreiche Botenstoffe produziert, die negativ auf den Stoffwechsel einwirken und in großen Mengen auch Krankheiten wie Diabetes auslösen können.
Weitere wichtige Unterschiede zwischen den Nahrungsgruppen fanden die Forscher in der Größe der Fetttröpfchen, die sich in den Fettzellen einlagern. Die Capsaicin-Ratten wiesen sehr viel kleinere Tröpfchen als die Ratten mit Dickmacher-Futter auf. Zusätzlicher positiver Effekt: Im Fettgewebe fand eine Veränderung der Anteile verschiedener Schlüsselproteine statt, so dass dadurch die Fettverbrennung angeregt wurde.
Sonnenschirme bieten keinen 100-prozentigen Schutz
Schattenbadende finden unterm Sonnenschirm keinen ausreichenden UV-Schutz, fanden spanische Forscher kürzlich heraus. Denn von der schädlichen UV-Strahlung gelangen noch immer rund ein Drittel auf den Boden.
Dabei spielt nicht das Material des Sonnenschirms eine Rolle, wie „Ökotest“ bereits im Jahr 2008 herausfand, sondern die diffuse Art der Sonnenstrahlen, die von den Seiten her unter das Dach dringt, sagt José Antonio Martínez Lozano von der Universität Valencia.
Durch Experimente mit einem UV-Sensor konnten Forscher nachweisen, dass ein blau-weißer eineinhalb Meter hoher Sonnenschirm mit 1,6-Metern Durchmesser noch 34 Prozent der UV-Strahlung durchließ, während durch den Stoff selbst nur fünf Prozent der Strahlung auf den Untergrund gelangten. Die Testergebnisse der spanischen Wissenschafter wurden in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift “Photochemistry and Photobiology” veröffentlicht .
Das Sonnendach selbst kann dagegen je nach Modell und Anbieter ausreichenden Schutz vor der Sonne bieten. Im Magazin „Ökotest“ bekamen zehn Sonnenschirme eine gute, vier eine mangelhafte und neun eine ungenügende Note ausgestellt.
(Quelle: Ärzte Zeitung)

















